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Thaddäus Schäpe,

ein bedeutender, unersetzlicher Mensch, der die Mission seines Lebens - Annäherung und Verständigung zwischen Deutschen und Polen - in seinem heimatlichen Oberschlesien und bei dessen Menschen gefunden hat, ist von uns gegangen. Er verinnerlichte das Prinzip einer positiven Arbeit für das gegenseitige Kennenlernen und die Entwicklung der deutsch-polnischen Zusammenarbeit. Im Zeitraum von 1992 bis 1997 ist er Direktor des Schlesischen Büros der Friedrich Ebert Stiftung gewesen; 1998 hat er nicht nur den Anstoß zur Gründung des Hauses der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit in Gleiwitz gegeben, sondern auch bei der Verwirklichung tatkräftig mitgewirkt. Das Haus ist ein einmaliger bilateraler Trägerverein, an dem polnische und deutsche Institutionen und Organisationen beteiligt sind. Thaddäus Schäpe engagierte sich mit Entschlossenheit und Begeisterung, den gesellschaftlichen Dialog zwischen den unterschiedlichen nationalen Gruppen in Oberschlesien zu verbessern. Das Haus ist somit zu einem Ort der Begegnung für Polen, Deutsche und sonstige ethnische und nationale Gruppen geworden. Besonders hervorzuheben sind die Leistungen von Tahaddäus Schäpe im Bereich der Integration Polens in die Europäische Union. Er scheute sich niemals vor schwierigen Themen. Seiner Mission und Verantwortung getreu setzte er sich für die friedvolle Gestaltung der Zukunft zwischen Deutschen und Polen ein und realisierte entschlossen und konsequent Projekte zur Überwindung bestehender Tabuthemen der deutsch-polnischen Beziehungen. Er war zutiefst davon überzeugt, dass dies der einzige Weg zu einer tragfähigen Verständigung in vertrauensvoller Atmosphäre sei. Er wusste, dass man sich gegenüber der kulturellen Vielfalt und dem historischen Erbe Oberschlesiens öffnen muss. Zahlreiche Projekte sind auch mit dieser Zielrichtung realisiert worden. Es ging darum, zwischenmenschliche Beziehungen aufzubauen, welche es den in dieser Region Polens lebenden unterschiedlichen gesellschaftlichen und ethnischen Gruppen ermöglichen würden, eine bessere, gemeinsame Zukunft aufzubauen. Diese gemeinsame Zukunft aber lässt sich nicht bestimmen, ohne das gesamte, also auch das deutsche Kulturerbe, zu übernehmen. Thaddäus Schäpe gab die Zielrichtung an und leitete die Arbeit eines ungewöhnlichen Hauses, das zur größten und aktivsten Nichtregierungsorganisation in Oberschlesien geworden ist. Posthum wurde Herr Thaddäus Schäpe für seine Verdienste vom Präsidenten der Republik Polen mit dem Goldenen Verdienstkreuz ausgezeichnet.

Thaddäus Schäpe würde es sicher nicht wünschen, dass seine langjährigen Bemühungen nun verkümmern. Wäre dem nicht so, hätte er sich aufgrund seiner schonungslosen Krankheit, gegen die er so lange und so hartnäckig kämpfte, längst zurückgezogen. Jedoch war er stets aktiv und manchmal hatte es den Anschein, als hätte er das Schlimmste bereits hinter sich gebracht. Leider war dem nicht so. Für alle Hinterbliebenen stellt sein Tod nun eine große Herausforderung dar.

 


 

Thaddäus Schäpe,
ein bedeutender, unersetzlicher Mensch, der die Mission seines Lebens - Annäherung und Verständigung zwischen Deutschen und Polen - in seinem heimatlichen Oberschlesien und bei dessen Menschen gefunden hat, ist von uns gegangen. Er verinnerlichte das Prinzip einer positiven Arbeit für das gegenseitige Kennenlernen und die Entwicklung der deutsch-polnischen Zusammenarbeit.


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