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Aneinander wachsen – Deutsche und Polen im Dialog

Aneinander wachsen – Deutsche und Polen im Dialog. Das Seminar für Multiplikatoren ging am 30. Juli 2016 zu Ende.

 

 

 

 

In Breslau fand vom 24. Juli bis zum 30. Juli 2016 bereits das 10. deutsch-polnische Begegnungsseminar unter dem Titel: Aneinander wachsen – Deutsche und Polen im Dialog“ vom 24. bis 30.07.2016 statt. Wir waren Partner dieses Projektes.

Am Seminar nahmen 20 Personen aus Deutschland und 21 Personen aus Polen im Alter zwischen 35 und 80 Jahren teil. Die Multiplikatoren haben an zahlreichen Treffen und Diskussionen teilgenommen, u.a. mit Artur Brzozowski vom Komitee zur Verteidigung der Demokratie KOD, Agnieszka Curylo, Europ. Institut für Demokratie, Dariusz Tokarz, Wojewodschaftsamt Wroclaw und Christiane Botschen, stellvertretende Generalkonsulin in Breslau. Mit viel Interesse am anderen und dem Wunsch, ein gutes Europa zu bauen, wurden auch am Frühstückstisch und am späten Abend wichtige Gespräche über die innenpolitische Situation Polens, das Flüchtlingsproblem in Europa und die Minderheitenfrage in Europa weitergeführt.

Ein Höhepunkt war der Exkursionstag nach Oberschlesien, der gemeinsam mit Teilnehmenden organisiert wurde, die bereits in früheren Jahren an dieser Seminarreihe teil nahmen: Mit Gedichten von Eichendorff und Hauptmann (vorgetragen in beiden Sprachen) und vielen Erläuterungen zur Region (wirtschaftlich, politisch, gesellschaftlich), die stets auch biografische Bezüge der Teilnehmenden hatten, startete der Tag. Es folgte der Besuch der Radiostation Gleiwitz/Gliwice, nachdem eine vorherige Filmvorführung im Bus die historische Bedeutung dieses Ortes für den Beginn des Zweiten Weltkrieges erläuterte.  Die Besichtigung der musealen Grube „Guido“ in Zabrze, der Besuch der historischen Arbeitersiedlung Nikischacht/Nikiszowiec in Kattowitz/Katowice mit Erklärungen zur Bedeutung der Kohle- und Stahlgewinnung einst und jetzt, eingebracht durch zwei Teilnehmer, die jahrzehntelang im Kohlesektor als Ingenieure tätig waren.

Historische Anknüpfungspunkte waren in diesem Jahr der Hirtenbrief der polnischen Bischöfe (mit Sonderausstellung zu Kardinal Kominek) sowie „25 Jahre Freundschaftsvertrag“ als wichtige Wegmarken der deutsch-polnischen Annäherung. Das Gespräch mit dem Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde in Wroclaw, Aleksander Gleichgewicht, der Besuch der Synagoge sowie das Verweilen auf dem Neuen Jüdischen Friedhof mit der Möglichkeit, an der Friedhofskultivierung mitzuwirken, boten weitere Anlässe, über das Zusammenleben der Menschen unterschiedlicher Kulturen und Religionen in Vergangenheit und Zukunft nachzudenken.

Selbstverständlich wurde auch dem Slogan „Wroclaw hat eine Geschichte zu erzählen“ als „Kulturhauptstadt 2016“ nachgegangen und durch Rundgänge, Museumsbesuche und das Gespräch mit der Projektleiterin Katarzyna Mlynczak-Sachs erfahrbar gemacht.

Das nächste Seminar findet im Jahr 2017 in Deutschland in Würzburg statt.




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