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Europazentrum
am Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit

 

Fenster nach Europa
Das Europazentrum am Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit in Gleiwitz wurde mit dem Ziel gegründet, den Beitritt Polens in die Europäische Union zu fördern. Der In-tegrationsprozeß kann sich nicht ausschließlich auf staatliche Institutionen stützen, sondern muß alle wichtigen gesellschaftlichen Gruppen erfassen. Auch auf lokaler und regionaler Ebene bedarf dieser Prozeß der Förderung. Den Woiwodschaften, Kreisen, Städten und Gemeinden muß es möglich sein, wichtige Pfeiler der EU zu werden und aktiv an dieser Gemeinschaft teilzuhaben. Deshalb führt das Europazentrum Informations-, Schulungs- und Beratungsprogramme durch, die eine aktive Beteiligung des lokalen und regionalen Umfelds bei der Integration und der Umsetzung von europäischen Projekten unterstützen sollen. Es steht für professionelle Informationen über die EU und über den Stand der Vorbereitung Polens auf die Mitgliedschaft. Dabei arbeitet das Zentrum unter anderem mit der Selbstverwaltung auf Gemeinde- und Kreisebene sowie mit Nichtregierungsorganisationen, Agenturen und Institutionen zur Lokal- und Regionalentwicklung zusammen. Ein wichtiges Handlungselement des Zentrums bilden die Kooperation mit Institutionen und Organisationen der EU, Deutschlands und Frankreichs sowie die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit der Tschechischen Republik und mit den europäischen Regionen Nordrhein-Westfalen, Nord Pas de Calais und Rheinland-Pfalz.

Die deutsch-polnische Zusammenarbeit als wichtiges
Element der Integration

Das Europazentrum ist Teil des Hauses der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit, das in Gleiwitz in Anlehnung an die mehrjährige Tätigkeit des Schlesien-Büros der deutschen Friedrich-Ebert-Stiftung entstand. Seine feierliche Eröffnung fand am 17. Februar 1998 im Beisein des Bundespräsidenten Roman Herzogs und Ministerin Danuta Hübner statt, die den Präsidenten der Republik Polen vertrat.

Mit Blick auf das sehr intensive Engagement der Bundesrepublik für die Aufnahme Polens in die EU - man spricht in diesem Zusammenhang oft von der Rolle Deutschlands als Anwalt Polens - entschloß sich der Vorstand des Hauses der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit zur Gründung des Europazentrums.

Das Haus in Gleiwitz zielt auf den Aufbau guter Beziehungen und eine Intensivierung der deutsch-polnischen Zusammenarbeit gemeinsam mit der deutschen Minderheit in Polen ab, trägt zur Dynamisierung des Integrationsprozesses Polens in die EU bei und unterstützt auf lokaler und regionaler Ebene den Reformprozeß in Gesellschaft und Wirtschaft. Darüber hinaus engagiert sich das HDPZ beim Aufbau einer zivilen Bürgergesellschaft, bei der Dezentralisierung sowie bei der Entwicklung der kommunalen Selbstverwaltung. Einen wichtigen Bestandteil der Arbeit des Hauses bilden Projekte, die sich an Jugendliche richten und gemeinsam mit ihnen realisiert werden.

Ziele:

  • Informationen über die EU und den Integrationsprozeß aus einer Hand
  • Zusammenarbeit u.a. mit kommunaler Selbstverwaltung und Nichtregierungsorganisationen im Hinblick auf eine aktive Teilnahme an den europäischen Integrationsprogrammen
  • Beteiligung an der Vorbereitung der regionalen Partner auf die künftige Inanspruchnahme der Strukturfonds
  • Bildungs- und Beratungsmaßnahmen zur europäischen Integration
  • Förderung der Unterstützung des Integrationsprozesses durch die Gesellschaft der Region

Aufgaben:

  • Informationsprojekte zu europäischen Themen und Programmen
  • Beratung bei der Inanspruchnahme der durch die EU-Programme angebotenen Hilfen
  • Unterstützung bei der Antragstellung
  • Schulungen zur professionellen Erarbeitung von Anträgen
  • Konferenzen und Seminare zu Themen der Europäischen Union, z.B. Regionalentwicklung, Wirtschafts- und Finanzpolitik, Wettbewerbsrecht, rechtliche Problemstellungen, veraltete Industrieregionen (Kohle und Stahl), Entwicklung des Landwirtschaftssektors, Regionalpolitik, Unterstützung von Nichtregierungsorganisationen, Probleme der Sozialpolitik, Entwicklungschancen für Frauen und Jugendliche
  • Unterstützung der interregionalen Zusammenarbeit (Woiwodschaft Oppeln - Rheinland-Pfalz und Sachsen, Woiwodschaft Schlesien - Nordrhein-Westfalen), grenzüberschreitende Zusammenarbeit (Polen - Tschechische Republik)
  • Informationsreisen zu Institutionen der Europäischen Union
  • Informationsbroschüren und Publikationen zu europäischen Themen.

An wen wenden wir uns?

  • Das Europazentrum ist ein echter und zuverlässiger Partner für alle, die an der Europäischen Union und am Integrationsprozeß interessiert sind. Mit unserer Arbeit richten wir uns vor allem an:
  • die Selbstverwaltung auf Gemeinde- und Kreisebene
  • Partner aus dem Bereich Lokal- und Regionalentwicklung, z.B. Entwicklungsagenturen usw.
  • Nichtregierungsorganisationen aus allen Bereichen
  • die Jugend
  • Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen, Industrie- und Handelskammern, Wirtschaftsgesellschaften
  • die Bevölkerung.

Aktualität - Offenheit - Professionalität - Zusammenarbeit
- Information

Die Projekte des Zentrums richten sich vor allem an Zielgruppen aus verschiedenen Ebenen der Selbstverwaltung, an Nichtregierungsorganisationen und lokale sowie regionale Entwicklungsagenturen. Darüber hinaus steht das Europazentrum allen an der EU Interessierten offen. Der Info-Punkt ist der Ort, an dem jeder Besucher Materialien über die EU erhalten und ganz nach Belieben im Internet surfen kann, um sich über Projekte, Programme oder Europarecht zu informieren.

Das professionelle Mitarbeiterteam des Zentrums steht Ihnen mit seinen vielfältigen Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Know-how und Erfahrungen bei der Durchführung von internationalen Projekten
  • moderne Infrastruktur für Konferenzen aller Art
  • neuartige Kommunikationsmittel
  • umfangreiche internationale Kontakte.

Dank eines gut entwickelten Kontaktnetzes und der engen Zusammenarbeit mit vielen polnischen und internationalen Einrichtungen und Organisationen wie der GTZ - Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit, der Friedrich-Ebert-Stiftung, der Konrad Adenauer Stiftung, der Friedrich Naumann - Stiftung sowie auch den Brüsseler Repräsentanten der Regionen Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sammeln wir täglich ak-tuelle Informationen in Warschau, Brüssel und Straßburg.

Konrad Adenauer Stiftung
Im November 1989 eröffnete die Konrad-Adenauer-Stiftung als erste deutsche politische Stiftung eine Außenstelle im sogenannten Ostblock, nämlich am 10. November 1989 in Warschau.
Die Arbeit der Konrad-Adenauer-Stiftung in Polen ist eine politische Arbeit, mit der die Stiftung sich an der Gestaltung der gesellschaftlichen Ordnung, an politischen Entscheidungsprozessen und an der Entwicklung politischer und gesellschaftlicher Institutionen beteiligt. Die Konrad-Adenauer-Stiftung möchte damit ihren Beitrag zum deutsch-polnischen Dialog und zur Profilierung christlich-demokratischer Positionen in Europa leisten. Die Arbeit der Konrad-Adenauer-Stiftung in Polen hat folgende thematische Schwerpunkte:

  • Polens Integration in NATO und Europäische Union
  • Wirtschaftliche Transformation (die Konrad-Adenauer-Stiftung unterstützt die soziale Marktwirtschaft)
  • Dezentralisierung und lokale Selbstverwaltung
  • Polnisch-Deutsche Beziehungen
  • Stärkung der Zivilgesellschaft

Friedrich-Naumann-Stiftung ist die Stiftung für liberale Politik in Deutschland. Die einzige, die sich dem Prinzip Freiheit verschrieben hat. Freiheit in allen Lebensbereichen. Freiheit in allen Ländern der Erde. Die Freiheit des Einzelnen in der Bürgergesellschaft. Entsprechend ihr Angebot: In der politischen Bildung. In der Politikberatung. Um immer mehr Menschen sensibel für politische Zusammenhänge zu machen, sie zur Mitarbeit zu motivieren.
Um liberale Antworten auf die drängenden Probleme der Zeit zu geben. Und das nicht nur in Deutschland, sondern in über 80 Staaten weltweit.

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